klik – klima konzept 2030

CO2-Minderungsstrategie

Eckpfeiler der mehrgleisigen Strategie zur energiebedingten CO2-Minderung an der CAU:

CO2 1995-2018
Abb.: Auswirkungen des Stromsparens und des Ökostrombezug der CAU sowie des Gasmotorenkraftwerks der Stadt Kiel bis 2020
(Die Werte von 2019 und 2020 sind prognostiziert.)

1. den Stromverbrauch reduzieren
Von 2013 zu 2014 konnte der Stromverbrauch erstmals um 5 % gesenkt werden. 2015 gelang eine weitere Reduktion um 8 %. Dieses Niveau konnte 2018 gehalten werden. Damit ist ein erstes interne Ziel, nämlich bis 2020 den Stromverbrauch um 10 % gegenüber 2013 zu senken, bisher erreicht. Die energiebedingten CO2-Emissionen konnten dadurch um rund 5.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

2. Ökostrombezug
Ab 2018 bezieht die CAU für die Campi auf der Westseite Ökostrom. Die Technische Fakultät soll ab dem Jahr 2020 ebenfalls Strom aus erneuerbaren Energiequellen erhalten. Durch den Ökostrombezug konnten im Jahr 2018 rund 13.000 Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden werden. Wenn ab 2020 die CAU komplett Ökostrom bezieht führt das zu einer CO2-Reduktion von rund 16.000 Tonnen pro Jahr.  Bis 2018 gelang es der CAU bereits die energiebedingten CO2-Emissionen um 62 % gegenüber 1995 zu senken.

3. Wärmeenergie
Hinsichtlich der Wärmeenergie liegt der Verbrauch der CAU im Vergleich mit anderen Universitäten recht moderat. Die mit der Fernwärme verbundenen CO2-Emissionen liegen derzeit bei 7 bis 8.000 Tonnen pro Jahr. Wenn in Kiel das neue Gasmotorenkraftwerk (das sogen. "Küstenkraftwerk") in Betrieb geht, könnte sich dieser Wert ab 2019 um 70 bis 80 % senken (DVGW-Artikel vom 15.10.2018). Dann beliefen sich die fernwärmebedingten CO2-Emissionen der CAU künftig nur noch auf rund 2.000 Tonnen pro Jahr.

Fazit
Es ist abzusehen, dass es der CAU gelingt, die energiebedingten CO2-Emissionen bis 2020 um 85 % gegenüber 1995 zu senken. Damit ist das politische CO2-Minderungsziel weit übererfüllt. Sobald auch die Technische Fakultät der CAU Ökostrom bezieht, reduzieren sich die energiebedingten CO2-Emissionen der CAU um über 90 % gegenüber dem Jahr 1995. Die Kieler Universität zählt somit zu den Vorreitern beim Klimaschutz des Landes Schleswig-Holstein, und das bei deutlich ansteigenden Studierendenzahlen.